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Geschichte und Traditionen

Die Tradition des Karnevals geht bis ins Mittelalter zurück. Die heute geläufigste Vermutung für die Herkunft des Wortes „Karneval“ ist die Ableitung aus dem Lateinischen „carne levare“ (Fleisch wegnehmen).

1873 gründete Andriot Saetone aus Nizza das „Festkomitee“, das unter der Schirmherrschaft der Stadtverwaltung beauftragt war, die Festlichkeiten zu organisieren und auszuweiten. Karnevalszüge mit Festwagen, kostenpflichtige Tribünen und eine strukturierte Inszenierung nahmen ihren Anfang.

So zog am 23. Februar 1873 der 1. Karneval durch die Stadt. Der moderne Karneval war geboren, für den Alexis Mossa und sein Sohn Gustave Adolf bis 1971 die spektakulärsten Festwagenmodelle entwarfen, die je in Nizza zu sehen waren und die zum erstaunlichen Partikularismus, zum Zeitgeschehen, zur Groteske und zur fabelhaften Aura des Karnevals beitrugen.

Am 14. Februar 1882 hielt Seine Majestät „Triboulet“ seinen triumphalen Einzug in die Stadt: die unscheinbare Marionette aus Stroh und Lumpen, die bisher unbeweglicher Zuschauer auf dem Platz der Präfektur war, nahm erstmals am Festzug teil und thronte auf dem „Königlichen Prunkwagen“, der heute noch genauso aussieht wie damals. Die Karnevalszüge zogen auf etwa zehn verschiedenen Wegen durch die Innenstadt, und danach ging das Fest in den Stadtteilen weiter. Kleine, für diese Gelegenheit gebaute Festwagen wurden zu Symbolen der noch lokaleren Feierlichkeiten.

Während des ersten und des zweiten Weltkriegs konnte der König des Karnevals mehrere Jahre lang nicht regieren.

Auch 1991 musste der „König der Verrückten“ wegen des Golfkriegs auf seinen Karneval verzichten.

Seit 2005 werden die Blumenschlachten unter demselben Motto abgehalten wie die Karnevalszüge.